Die Schweizer Meisterschaft Siedler von Catan 2010
Meisterschaftsmodus


Turnierablauf

Das Turnier besteht aus drei Vorrunden mit allen Teilnehmern und einer Finalrunde mit den acht Bestplatzierten. In den Vorrunden 1 und 2 wird das Basisspiel gespielt, in Vorrunde 3 ein vorgefertigtes Seefahrer-Szenario und in der Finalrunde schliesslich die Städte & Ritter-Erweiterung. 

 

Hier geht es zu den detaillierten Spielregeln: Spielregeln und Turnierszenarien

 

Die Tischbelegung und die Startreihenfolge werden in der ersten Vorrunde durchs Los bestimmt. In den beiden folgenden Vorrunden ergeben sie sich aus dem jeweils aktuellen Zwischenklassement:
Tisch 1: Spieler auf den Plätzen 1 bis 4
Tisch 2: Spieler auf den Plätzen 5 bis 8

Tisch 3: Spieler auf den Plätzen 9 bis 12, usw.

Wenn aufgrund einer nicht durch vier teilbaren Teilnehmeranzahl auch 3er-Tische gebildet werden müssen, sind diese in den Vorrunden 2 und 3 für die Spieler am unteren Ende der Rangliste reserviert, um ihnen so das Aufholen etwas zu erleichtern. Startspieler ist jeweils der Bestplatzierte am Tisch, dann folgen die Nächstplatzierten.

  

In der Finalrunde gelten für die Tischbelegung und die Startreihenfolge nochmals etwas andere Regeln:

Tisch 1: Spieler auf den Vorrundenplätzen 1, 4, 5, 8
Tisch 2: Spieler auf den Vorrundenplätzen 2, 3, 6, 7

Die Spieler wählen sich ihre Startposition in der Reihenfolge ihrer Vorrunden­platzierung selber aus. Dies hat jedoch vor dem Aufbau des Spielplans zu erfolgen.

 

Die beiden Sieger der Finalrundentische (Schweizermeister und Vize-Schweizermeister) qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft 2010 vom 17. - 20. September auf Burg Wldenstein in Deutschland. Mehr dazu: Infos zur WM.

Bei allfälligem Verzicht auf die WM-Teilnahme rutschen die Nächstplatzierten nach.



Wertung und Kriterien bei der Ranglistenerstellung

Nach jeder Spielrunde wird ein Zwischenklassement erstellt. Für die Platzierung der Spieler ist grundsätzlich das Kriterium 1 ausschlaggebend. Besteht diesbezüglich Gleichstand, kommt Kriterium 2 zum Zug, bei erneutem Gleichstand Kriterium 3 und bei nochmaligem Gleichstand Kriterium 4.

 

1. höhere Anzahl Siege in Einzelspielen
2. grössere Summe der erspielten Siegpunkte
3. grössere Summe der Prozentanteile am Siegpunktetotal der gespielten Partien
4. Entscheidung durch das Los

 

Das Schlussklassement ergibt sich für die acht Finalisten primär aus ihrer Platzierung in der Finalrunde, bei Gleichstand sekundär aus der Vorrunden­platzierung. Die Plätze 9 und höher werden schon mit dem dritten Zwischenklassement definitiv vergeben.

 

Anmerkung zu Kriterium 2:
Es werden in einem Einzelspiel nie mehr Siegpunkte gewertet, als für den Sieg erforderlich sind. Wer also beispielsweise eine Basisspiel-Vorrunde mit 11 Siegpunkten gewinnt, erhält für die Wertung trotzdem nur 10 Siegpunkte gutgeschrieben.

  

Beispiel und Anmerkung zu Kriterium 3:
Spieler A und B gewinnen je zweimal und werden je einmal Dritter. Dabei holen beide insgesamt 28 Siegpunkte. Nach den ersten beiden Entscheidungskriterien besteht also immer noch Gleichstand. Nun werden die Prozentanteile der Siegpunkte der Tische, an denen die Spieler gespielt haben, errechnet.

 

In Spiel 1 holt Spieler A 10 Siegpunkte; insgesamt gab es 32 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil 31,25 %.
In Spiel 2 holt Spieler A 10 Siegpunkte; insgesamt gab es 36 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil 27,78 %.
In Spiel 3 holt Spieler A 8 Siegpunkte; insgesamt gab es 30 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil 26,67 %.
Die Summe der Prozentanteile von Spieler A beträgt 85,70.

 

In Spiel 1 holt Spieler B 10 Siegpunkte; insgesamt gab es 30 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil: 33,33 %.
In Spiel 2 holt Spieler B 10 Siegpunkte; insgesamt gab es 33 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil: 30,3 %.
In Spiel 3 holt Spieler B 8 Siegpunkte; insgesamt gab es 36 Siegpunkte am Tisch, also ist sein Anteil: 22,22 %.
Die Summe der Prozentanteile von Spieler B beträgt 85,85.

 

In der Gesamtwertung liegt Spieler B somit vor Spieler A.

 

Bei Tischen mit nur 3 Spielern wird das Siegpunktetotal für die Berechnung der Prozentanteile um den Durchschnittswert pro Spieler erhöht, weil 3er-Tische ansonsten unverhältnismässig bevorzugt würden.

 

Beispiel:  Spieler A erzielt 10, Spieler B 9 und Spieler C 5 Siegpunkte. Bei insgesamt 24 Siegpunkten ergibt sich ein Durchschnitt von 8 Siegpunkten, sodass das neue Total nach der Erhöhung 32 Siegpunkte beträgt. Somit ergeben sich die folgenden Prozentanteile: 
Spieler A: 100 x 10 / 32 = 31,25

Spieler B: 100 x 9 / 32 = 28,13

Spieler C: 100 x 5 / 32 = 15,63  


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